18.12.2025
Gabriele Blömker
02501 801-1670
gabriele.bloemker@lv.de
Die stumme Ein-Hand-Geste, das internationale Hilfezeichen gegen Gewalt. Bild: Polizei Brandenburg
Spendenübergabe von li.: Dr. Ludger Schulze Pals, Dr. Ulrike Weßling (Inner Wheel), Petra Feldmann, Friedrich Becker (LV-Aufsichtsrat), Yvonne Steinbuß (Kinderhospizdienst), Malte Schwerdtfeger
Der Landwirtschaftsverlag Münster unterstützt in diesem Jahr mit seiner traditionellen Weihnachtsspende den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Südliches Münsterland in Haltern am See und das Projekt „Stopp Gewalt gegen Frauen“, hinter dem unter anderem der „Inner Wheel Club Münster-Prinzipal“, eine international tätige Frauenorganisation steht. „Mit unserer Spende helfen wir Familien und deren lebensverkürzend erkrankte Kinder sowie Frauen, die Gewalt erfahren haben und Beistand benötigen“, betonen die Geschäftsführer Dr. Ludger Schulze Pals und Malte Schwerdtfeger bei der Übergabe der Spenden an Yvonne Steinbuß, Kinder- und Jugendhospizdienst Südliches Münsterland und an Dr. Ulrike Weßling, Past-Präsidentin von Inner Wheel Münster-Prinzipal, am 18. Dezember im Landwirtschaftsverlag. Beide Projekte werden mit je 2.500 € gefördert.
Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Südliches Münsterland in Haltern am See begleitet aktuell mit seinen 37 ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen 22 Familien mit ihren lebensverkürzend erkrankten Kindern. Der Verein ist einer von bundesweit über 30 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten, die im Deutschen Hospizverein in Olpe (DKHV) organisiert sind. Der Dachverband, im Jahr 1990 als Selbsthilfeeinrichtung gegründet, betreut und entlastet die betroffenen Familien im häuslichen Umfeld und vertritt zugleich die Interessen der betroffenen Familien in Gesellschaft und Politik.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen besuchen die erkrankten Kinder oder die Geschwisterkinder mindestens einmal in der Woche für zwei bis vier Stunden in ihren Familien, so dass die Eltern sich in dieser Zeit eine kleine Auszeit nehmen können. “Wir sind Zeitschenker und Wegbegleiter, manchmal über Jahre hinweg und wir begleiten die betroffenen Familien auch über den Tod hinaus. So helfen wir nicht nur den erkrankten Kindern und Jugendlichen, sondern auch ihren Eltern und Geschwistern”, beschreibt Yvonne Steinbuß die Leistungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, zu denen auch Petra Feldmann, Mitarbeiterin des Landwirtschaftsverlages, gehört.
Aktion „Stopp Gewalt gegen Frauen“ schafft Aufmerksamkeit und sensibilisiert
Jedes Jahr wird weltweit vom 25. November bis zum 10. Dezember die Kampagne „Orange the world“ der Vereinten Nationen durchgeführt. Ziel ist es, mehr Sensibilität in der Gesellschaft für das Thema “Gewalt gegen Frauen” zu erreichen und jede Form von körperlicher, sexualisierter, psychischer, digitaler oder wirtschaftlicher Gewalt gegen Frauen zu verurteilen. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, gibt es in dieser Zeit Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Hinter dem Projekt steht unter anderem der „Inner Wheel Club Münster-Prinzipal“, eine international tätige Frauenorganisation. Auf jeder Brötchentüte, die “Inner Wheel Münster-Prinzipal” den teilnehmenden Bäckereien und Kantinen kostenlos zur Verfügung stellt, findet sich zudem die Telefonnummer 116 016, bei der sich betroffene Frauen melden können und Hilfe finden.
Flankiert wurde das Projekt von weiteren Aktionen. In der Stadt Münster gibt es zum Beispiel Infostände, die das Thema “Gewalt gegen Frauen” illustrierten. Ein Flashmob machte die “stumme Ein-Hand-Geste“, das internationalen Hilfezeichen bei Gewalt bekannt. “In Münster-Hiltrup wurden an den Orange Days die “Alltagsmenschen” (Skulpturen) entlang der Marktallee und die Brunnenfiguren an der St. Clemens Kirche mit orangenen Schals und orangenen Schürzen eingekleidet. Und es gab eine Kunst-Installation in der Kantine des Landwirtschaftsverlages, die das Thema „Gewalt gegen Frauen“ eindrücklich beschreibt”, stellt Dr. Ulrike Weßling die Aktivitäten in Hiltrup vor.
“Wir verzichten schon seit Jahren auf teure Kundenpräsente zu Weihnachten. Mit dem Geld können wir Wichtigeres tun. Beide Organisationen, die wir in diesem Jahr unterstützen, sind auf Spenden und Fördergelder angewiesen. Wir helfen gerne, weil wir wissen, dass dort unser Geld gut angelegt ist”, freuen sich Schulze Pals und Schwerdtfeger.